Transformationscampus Stuttgart-Climate-Tech: Fraunhofer-Institutszentrum als nachhaltiger, resilienter und zukunftsfähiger Forschungscampus für Klima-Innovationen
Themenfeld Energie- und Wasserwirtschaft, Klimaschutz
Erprobungsort 70569 Stuttgart
(Reallabor ist auf Dauer angelegt.)
Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?
Der Campus mit fünf Fraunhofer-Instituten auf einem Raum ist zugleich ein offener Experimentier- und Lernraum für nachhaltige Innovationen. Das dortige Parkhaus ist beispielsweise ein innovatives Micro Smart Grid am Standort Stuttgart und wird um eine offene und flexible FuE-Plattform erweitert, in der Innovationen entwickelt, getestet und demonstriert werden können. Neben bereits vorhandener intelligenter Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und einem einheitlichen Fuhrparkmanagement werden Forschungs- und Entwicklungsmodule entwickelt, die nachhaltige und biodiverse Technologien fördern. Die Kooperation mit Industrieunternehmen führt zu neuen Innovativen Lösungen für klimaneutrale Unternehmen. Neue Potenziale werden entdeckt, Risiken werden identifiziert und Lösungskonzepte werden entwickelt.
Unter anderem sind Labormodule zu urbaner Kreislaufwirtschaft, digitaler Gebäudetechnik, grüner Fassade und vertikaler Landwirtschaft geplant. Ebenfalls werden Schulungsräume und virtuelle Lernumgebungen entwickelt, durch die Nachhaltigkeitswissen vermittelt wird. Energiekonzepte werden durch Demonstrationsflächen für Photovoltaik, Wasserstoffnutzung und bidirektionale E-Mobilität integriert und ein intermodaler Mobilitätshub mit sicheren Fahrradstellplätzen und Sharing-Angeboten wird eingerichtet.
Das Ziel ist ein modularer Innovationsraum für innovative Technologien, Infrastrukturen und Nutzungskonzepte im Bereich Climate Tech – mit starkem Bezug zu Energie und Mobilität.
Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?
Ja, und zwar:
In unterschiedlichen Projekten des Reallabors wurden besondere Rechtsrahmen pilotiert, meist themenspezifisch. Ziel ist hinsichtlich des erwarteten Reallabore-Gesetzes explorativ Ausnahmegenehmigungen als Mehrwert für kooperierende Wirtschaftsunternehmen zu pilotieren.
Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?
Ja, und zwar:
Als Multi-Projektplattform ergeben sich regulatorikrelevante Erkenntnisse auf mehreren Ebenen: Energie, Bau/Sanierung, Mobilität, Klima, Ernährung. Bspw. fehlende regulatorische Flexibilität beim Stromnetzausbau (für effektive Integration dezentraler Einspeisung, neue Rollen). Klare gesetzliche Definitionen/technische Vorgaben für bidirektionales Laden fehlen (teilweise widersprüchliche Regelungen in EEG, EnWG, Ladesäulenverordnung). Unsicherheiten bei Zulassung/Haftung/Betrieb autonomes Fahren.
Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden haben Genehmigungen für die Durchführung des Reallabors erteilt (z. B. auf Basis einer Experimentierklausel).
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden treiben die Erprobung voran, z. B. indem sie bei der Vernetzung von und Kooperation mit Stakeholdern unterstützen.
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden sind bestrebt, den Transfer der erprobten Innovation in den Regelbetrieb politisch und/oder regulatorisch zu unterstützen.
Namen der Behörden: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg / Regierungspräsidium Stuttgart / Landeshauptstadt Stuttgart
Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?
Land