:metabolon - Von der Deponie zum Innovationsstandort
Themenfeld Kreislaufwirtschaft
Erprobungsort 51789 Lindlar
(Reallabor ist auf Dauer angelegt.)
Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?
Im Reallabor :metabolon geht es um die Entwicklung innovativer Konzepte in den Bereichen Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und zirkuläre Wertschöpfung. Seit 2011 hat sich die Leppe-Deponie zu einem Zentrum für Umweltbildung und -forschung entwickelt, mit dem Ziel, von einem linearen zu einem zirkulären Wirtschaftssystem zu wechseln.
Erprobt werden insbesondere Innovationen zur Nutzung von Roh- und Reststoffen sowie zirkulären Produktionsansätzen. Dabei wird untersucht, wie Abfälle in Sekundärrohstoffe umgewandelt und in industrielle Prozesse integriert werden können. Zudem werden neue Technologien und Geschäftsmodelle entwickelt, die eine ressourcenschonende Wirtschaft fördern. Dazu zählen etwa die nachhaltige Aufbereitung von Sekundärrohstoffen aus Reststoffen und deren kaskadenförmige stoffliche und energetische Verwertung sowie abfallwirtschaftliche Prozesse und Behandlungsverfahren unter Einsatz von Brauchwasser.
Ein wichtiger Aspekt des Reallabors ist die enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Bildungseinrichtungen. Diese Vernetzung ermöglicht den Wissenstransfer und die Umsetzung der Innovationen in die Praxis. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern und zirkuläres Denken in der breiten Bevölkerung zu verankern.
Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?
Ja, und zwar:
Auf der Deponie werden Forschungsinfrastruktur und Demonstratoren gebaut, die Sondergenehmigungen bei der Ordnungsbehörde erfordern. Um innovative Verfahren im Bereich der Kreislaufwirtschafts zu initiieren, werden zukünftig Ausnahmegenehmigungen und Experiementierklauseln notwendig sein.
Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?
Ja, und zwar:
Durch die ganzheitliche Forschung zu Ressourceneffizienz, zirkulärer Wertschöpfung und den transferierten Ergebnissen werden technologische, ökologische und soziale Aspekte integriert. Die Tests und Erfahrungen vor Ort ermöglichen es, neue Technologien und Produktionsansätze zu entwickeln und deren Auswirkungen besser zu verstehen. Die enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung fördert eine praxisorientierte Umsetzung zirkulären Denkens.
Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden haben Genehmigungen für die Durchführung des Reallabors erteilt (z. B. auf Basis einer Experimentierklausel).
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden treiben die Erprobung voran, z. B. indem sie bei der Vernetzung von und Kooperation mit Stakeholdern unterstützen.
- Erkenntnisse aus dem Reallabor werden regelmäßig an eine oder mehrere beteiligte Behörden übermittelt.
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden sind bestrebt, den Transfer der erprobten Innovation in den Regelbetrieb politisch und/oder regulatorisch zu unterstützen.
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden haben auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Reallabor Änderungen am regulatorischen Rahmen oder an Genehmigungsprozessen vorgenommen.
Namen der Behörden: Landes- und Bundesministerien, Ordnungsbehörden (Bezirksregierung, Land, Kreis, Kommunen)
Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?
Förderung wird angestrebt/Fördermittel sind beantragt
Land
Bund
Europäische Union
Name des Förderprogramms: :metabolon - Von der Deponie zum Innovationsstandort verschiedene EFRE-Projekte, LIFE-EU-Projekt, Interreg-Projekte, ZIM-Projekte und weitere.