Einblicke – Es handelt sich um ein laufendes Reallabor.

eHUB

Themenfeld Stadtentwicklung, Smart Cities

Erprobungsort 64287 Darmstadt

Start 03.11.2021
Ende 31.12.2026

(Es handelt sich um geschätzte Werte.)

Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?

Im Reallabor eHUB entwickelt und erprobt das LOEWE-Zentrum emergenCITY, ein Forschungsverbund der Universitäten Darmstadt, Kassel und Marburg, innovative Lösungen zur Bewältigung eines langanhaltenden, überregionalen Stromausfalls. Die Forschenden untersuchen, wie sogenannte eHUBs, energieautarke, smarte Häuser, Städte und ihre Bewohnerinnen und Bewohner in solchen Krisen unterstützen können.
 
Dazu wurde das ehemalige Solardecathlonhaus auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt technisch und baulich zum eHUB erweitert. Die Inselfähigkeit des eHUBs ermöglicht es, die aus der Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach und in der Fassade gewonnene Energie unabhängig vom lokalen Stromnetz zu nutzen. Bei einem Stromausfall ist somit ein autarker Notbetrieb möglich. Das gekoppelte Smart Home-System kann Warnmeldungen empfangen und Haustechnik automatisiert steuern, beispielsweise bei Gefahr Fenster und Türen automatisch schließen. Auch der Einsatz von Flugdrohnen zur Informationsübermittlung wurde erfolgreich getestet.
 
Die Idee des eHUBs beschränkt sich jedoch nicht auf das Demonstratorgebäude der TU Darmstadt, sondern sieht einen eHUB-Verbund im Stadtraum vor, welcher eine ausfallsichere Kriseninfrastruktur vorhält. Daran kann sich jedes Gebäude mit PV-Anlage und Hausspeicher beteiligen, um die Notversorgung kritischer Infrastrukturen, die Informations- und Kommunikationsverbreitung, die Bereitstellung von Notstrom oder den Betrieb von Koordinationszentren mitzutragen.

Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?

Nein.

Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?

Ja, und zwar:

Das Reallabor eHUB hat nicht nur die technischen Dimensionen einer Notversorgung und des Teilens von Strom untersucht, sondern auch die damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen – etwa mit Blick auf den obligatorischen Zugriff von Behörden auf PV-Anlagen. Dies betrifft insbesondere Anforderungen an IT-Sicherheit sowie Netzstabilität und Netzsicherheit (Details siehe Abschnitt "Technical and legal context for power sharing" in der verlinkten Publikation).

Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?

  • Die Erprobung wird bzw. wurde ohne behördliche Beteiligung durchgeführt.

Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?

Land

Name des Förderprogramms: LOEWE Forschungsförderungsprogramm des Bundeslandes Hessen. LOEWE steht für Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz.

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