Regionalpolitische Jahrestagung 2026 des BMWE

Am 2. und 3. März 2026 fand die Regionalpolitische Jahrestagung 2026 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Halle (Saale) statt.

Rund 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften diskutierten über innovative Ideen, wirkungsvolle Ansätze und bewährte Methoden für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung. Ergänzt wurde das Konferenzprogramm durch Pitches, Panels, Workshops und eine Ausstellung zu verschiedenen Themen der Regionalentwicklung sowie Netzwerkformate und ein Rahmenprogramm.

Im Workshop "Reallabore als Motor für Innovationen in Regionen – Strategien, Potenziale und Politikgestaltung" diskutierten rund 80 Teilnehmende an vier Thementischen über praxisnahe Rahmenbedingungen für Reallabore und die Rolle von Regionen. Dabei ging es auch um die Frage, wie Regionen ein "strategisches Dach" schaffen können, um Innovationen schnell in die Erprobung zu bringen. Ziel war es, Anregungen und Impulse zu erarbeiten, um gute Rahmenbedingungen für Innovationen und Reallabore zu schaffen. In der abschließenden Zusammenfassung wurde einmal mehr deutlich, wie komplex die Frage nach "guten" Rahmenbedingungen ist, aber auch, welche Potenziale Reallabore für Regionen bieten.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Da in vielen Reallaboren zahlreiche Stakeholder – Innovatoren, Genehmigungsbehörden, Zivilgesellschaft – zu berücksichtigen sind, können Regionen bzw. regionale Netzwerke bei der Anberaumung und Umsetzung unterstützen, z. B. bei der Identifikation wichtiger Ansprechpersonen.
  • Die Leitplanken für Reallabore geben der Bund und die Länder vor (z. B. in Form von Experimentierklauseln oder dem geplanten Reallabore-Gesetz). Bei der konkreten Umsetzung vor Ort – in der Kommune, im Quartier etc. – sind hingegen die Regionen gefragt: als Möglichmacher, aber auch als Treiber innovativer Erprobungen.
  • Reallabore sind sowohl organisatorisch als auch thematisch breit gefächert. Daher gibt es keine "one size fits all"-Lösung für Reallabore – weder in der strategischen Verankerung noch in der praktischen Umsetzung.
  • Es braucht eine "Lotsenstelle", um zuständige Behörden sowie weitere Stakeholder zu identifizieren und zu vernetzen. Das Reallabore-Innovationsportal ist das richtige Instrument dafür.

 

 

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