Einblicke – Es handelt sich um ein laufendes Reallabor.

second bau - Zentrum für zirkuläre Bauprodukte, Materialien und Gestaltung

Themenfeld Kreislaufwirtschaft

Erprobungsort 40235 Düsseldorf

Start 01.11.2025
Ende 31.10.2028

Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?

second bau ist ein Projekt zur Stärkung zirkulärer Bauprozesse durch die Wiederverwendung von Bauprodukten, Bauteilen und Materialien. Im Zentrum steht der Aufbau eines praxisorientierten Kompetenz- und Transferzentrums, das Umsetzung, Vernetzung und Qualifizierung miteinander verbindet. Kern ist ein Bauteillager als Reallabor, in dem Materialien erfasst, aufbereitet und für neue Bauvorhaben verfügbar gemacht werden. Digitale und physische Infrastrukturen werden dabei gezielt miteinander verknüpft. Ziel von second bau ist es, kreislauffähiges und ressourcenschonendes Bauen dauerhaft in der Baupraxis zu verankern. Der Gebäudebestand wird dabei als Quelle wiederverwendbarer Materialien verstanden, um Emissionen zu reduzieren und Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Ein Schwerpunkt liegt darauf, die Lücke zwischen Rückbau sowie Neu- und Umbau zu überwinden und Materialflüsse systematisch in Planungs- und Bauprozesse zu integrieren. Partner*innen sind neben dem In-LUST der Hochschule Düsseldorf als Initiatorin des Projekts, sowie dem Umweltamt der Stadt Düsseldorf, die Laarakkers ReSource GmbH, Sustina AG, Concular GmbH, sowie urselmann interior und die Werkstatt für zirkuläres Handwerk mit dem Bauwendehof. second bau wird durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und im Programm „Circular Economy – CircularCities.NRW“ (EFRE/JTF NRW 2021–2027) durch die Europäische Union kofinanziert.

Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?

Nein.

Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?

Ja, und zwar:

Derzeit erschweren Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) – insbesondere die Frage, wann ein ausgebautes Bauteil rechtlich als Abfall gilt und unter welchen Voraussetzungen es wiederverwendet werden darf – ebenso wie hohe Anforderungen an Prüfung, Dokumentation, Gewährleistung und Zertifizierung den Einsatz wiederverwendeter Bauteile. second bau liefert Erkenntnisse zu den Rahmenbedingungen für die Wiederverwendung von Bauteilen und schafft eine Grundlage für übertragbare Handlungsempfehlungen.

Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?

  • Eine oder mehrere beteiligte Behörden treiben die Erprobung voran, z. B. indem sie bei der Vernetzung von und Kooperation mit Stakeholdern unterstützen.
  • Eine oder mehrere beteiligte Behörden sind bestrebt, den Transfer der erprobten Innovation in den Regelbetrieb politisch und/oder regulatorisch zu unterstützen.

Namen der Behörden: Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Stadt Düsseldorf

Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?

Land

Europäische Union

Name des Förderprogramms: Programm „Circular Economy – CircularCities.NRW“ (EFRE/JTF NRW 2021–2027)

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