Einblicke – Es handelt sich um ein laufendes Reallabor.

OpenLab "AeroSpace Communication"

Themenfeld Forschung und Entwicklung im Bereich Konnektivität und drahtlose Kommunikation

Erprobungsort 28359 Bremen

Start 01.11.2025

(Reallabor ist auf Dauer angelegt.)

Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?

Die Nachfrage nach Konnektivitätslösungen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen, vor allem aufgrund der Entwicklung neuer Services, die Konnektivität überall und zu jeder Zeit erfordern – etwa autonomes Fahren, Katastrophenfall und intelligente Landwirtschaft. Solche Anforderungen können mit den bestehenden terrestrisch-zellularen Netzen nicht erfüllt werden. In diesem Zusammenhang wurde das Konzept des 3D-Netzwerks als potenzielle Technologie für die zukünftige Mobilfunkgeneration, bekannt als 6G, vorgestellt, bei dem die Segmente Boden, Luft und Raum in ein einheitliches Netz integriert werden, um eine nahtlose und globale Konnektivität zu gewährleisten.

Im Reallabor "AeroSpace Communication" wird an der Integration und Optimierung von 3D-Netzen mit luft- und raumfahrtbasierten sowie terrestrischen Komponenten geforscht. Der Aufbau umfasst bodengestützte Basisstationen, Drohnen die als fliegende Basisstationen oder als Nutzer fungieren, Netzkomponenten für den Weltraum und verschiedene terrestrische Nutzer. Das Reallabor bindet bestehende Satellitendienste ein und bildet zukünftige Satellitenhardware durch entsprechende Prototypen-Boards nach. Die Evaluation von standardnahen als auch weiter fortschrittlichen Übertragungskonzepten wird durch den Einsatz von sehr flexiblen Plattformen und SW-Frameworks ermöglicht. Das Reallabor wurde bereits in dem BMBF-Projekt 6G-TakeOff gemeinsam mit Industriepartnern für die Demonstration von Funktionalität in 3D-Netzen genutzt.

Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?

Nein.

Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?

Ja, und zwar:

3D-Netzwerke inklusive nicht-terrestrischer Netze sind potenzielle Technologien für die 6. Generation der Mobilfunknetze (6G). Das Reallabor kann genutzt werden, um neue Technologien und Algorithmen für 6G zu implementieren und zu testen, und die Ergebnisse können später im Rahmen der 6G-Standardisierung durch das 3GPP genutzt werden. Ferner können aus dem Reallabor Erkenntnisse für die Regulierung von Funkfrequenzen in 3D-Netze gewonnen werden.

Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?

  • Eine oder mehrere beteiligte Behörden haben Genehmigungen für die Durchführung des Reallabors erteilt (z. B. auf Basis einer Experimentierklausel).

Namen der Behörden: 1. Bundesnetzagentur: um eine Funklizenz für das Spektrum des privaten Campusnetzes zu erhalten 2. Luftfahrtbehörde Bremen: Eine Erlaubnis, um die große Drohne im Experimentierfeld zu fliegen.

Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?

Bund

Name des Förderprogramms: BMBF/BMFTR Förderprogramm "Souverän. Digital. Vernetzt": "6G-Industrieprojekte" Projekt 6G-Takeoff "6G-Forschungshubs" Projekt Open6GHub "6G-Transferhubs“ Prokekt Open6GHub+ "6G-Industrieprojekte" Projekt 6G-Coverage

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