MCube AQT - Autoreduzierte Quartiere für eine lebenswerte Stadt
Themenfeld Mobilität
Erprobungsort 81541 München
Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?
Im MCube-Innovationsprojekt "Autoreduzierte Quartiere für eine lebenswerte Stadt" (aqt) forschte die Technische Universität München gemeinsam mit der Landeshauptstadt München, den Stadtwerken München, der Hans Sauer Stiftung, der UnternehmerTUM sowie weiteren Partner-Institutionen zur Mobilität in städtischen Quartieren.
Wie muss urbane Mobilität im Quartier gestaltet sein, um den wachsenden Herausforderungen, wie der Klimakrise, begegnen zu können? Welche räumlichen Potenziale entstehen durch eine nachhaltige Mobilität im Quartier? Welche Chancen entstehen dabei für ein lebenswertes Miteinander? Ziel des Projekts war es, die Reduktion des privaten Pkw-Verkehrs und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in zwei Münchner Quartieren – der Südlichen Au und am Walchenseeplatz – zu erproben. In den Jahren 2022 und 2023 wurde im Projekt aqt gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern in der Südlichen Au und am Walchenseeplatz erprobt, wie ein Quartier der Zukunft in München aussehen kann. Es wurde beobachtet, erlebt, berichtet, diskutiert und gelernt. Das Projekt wurde von der Technischen Universität München unter Mitwirkung der Anwohnerinnen und Anwohner wissenschaftlich begleitet.
Die Resultate des Projekts wurden in einer Ergebnisbroschüre zusammengefasst.
Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?
Ja, und zwar:
Die temporäre Umgestaltung des Straßenraums in beiden Quartieren erfolgter auf Basis verkehrsrechtlicher Anordnungen der Stadt.
Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?
Ja, und zwar:
Im Rahmen des durchgeführten Reallabors wurde eine Neubewertung der verkehrsrechtlichen Anordnung von temporären Projekten im öffentlichen Straßenraum vorgenommen. Eine wesentliche Konsequenz hieraus ist, dass auf Grundlage der Straßenverkehrsordnung keine mehrwöchige Vollsperre mehr angeordnet wird (Ausnahme: Veranstaltungen), zumal bei einer (Teil-)Entziehung des Straßenraums für bestimmte Benutzungsarten straßenrechtliche Regularien greifen würden.
Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden haben Genehmigungen für die Durchführung des Reallabors erteilt (z. B. auf Basis einer Experimentierklausel).
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden treiben die Erprobung voran, z. B. indem sie bei der Vernetzung von und Kooperation mit Stakeholdern unterstützen.
- Erkenntnisse aus dem Reallabor werden regelmäßig an eine oder mehrere beteiligte Behörden übermittelt.
- Eine oder mehrere beteiligte Behörden sind bestrebt, den Transfer der erprobten Innovation in den Regelbetrieb politisch und/oder regulatorisch zu unterstützen.
Namen der Behörden: Das Reallabor wurde gemeinsam mit der Landeshauptstadt München umgesetzt – wichtig für die Umsetzung waren unter anderem das Mobilitätsreferat sowie das Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Außerdem unterstützten das Kreisverwaltungsreferat und das Baureferat.
Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?
Bund
Name des Förderprogramms: BMBF Cluster 4 Future: MCube: 'Münchner Cluster für die Zukunft der Mobilität in Metropolregionen'