Einblicke – Es handelt sich um ein laufendes Reallabor.

EDEN-Medical

Themenfeld eHealth, Gesundheitswirtschaft

Erprobungsort 52074 Aachen

Start 01.02.2025
Ende 31.01.2028

(Es handelt sich um geschätzte Werte.)

Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?

Der Zugang zu rechtzeitigem und zuverlässigem medizinischem Transport ist insbesondere in Notfällen entscheidend. In Grenzregionen liegen Krankenhäuser jenseits der Grenzen oft näher als inländische Einrichtungen, doch behindern systembedingte Unterschiede den effizienten Transport medizinischer Güter. Jüngste Krisen wie COVID-19, Überschwemmungen und der Krieg in der Ukraine haben diese Herausforderungen deutlich gemacht und sich auf die Lagerverwaltung, Lieferungen und Laborkapazitäten ausgewirkt. EDEN-Medical zielt darauf ab, ein kollaboratives Netzwerk für urbane Luftmobilität (UAM) für den schnellen und sicheren Austausch von medizinischen Gütern und Informationen zu schaffen. Drohnengestützte Logistik wird in ein offenes, modulares System integriert, das medizinische Güter schnell transportiert und den Echtzeit-Datenaustausch zwischen Krankenhäusern, Drohnenbetreibern und medizinischen Teams ermöglicht. Zudem werden telemedizinische Dienste gestärkt, um Fernkonsultationen und Notfallkoordination zu erleichtern. Zentrale Ziele sind die Beseitigung rechtlicher und regulatorischer Hindernisse für grenzüberschreitende Transporte. Konzepte für die erforderliche Infrastruktur und die automatische Integration von Drohnen werden einen Fahrplan für die künftige Umsetzung liefern. Erwartet werden schnellerer, umweltfreundlicherer medizinischer Transport, verbesserte Krisenreaktion und erweiterter Zugang zur Telemedizin zur Stärkung der regionalen Widerstandsfähigkeit.

Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?

Ja, und zwar:

Bei grenzüberschreitenden Drohnenflügen, vor allem im medizinischen Bereich, gibt es große administrative und rechtliche Hindernisse. Aufgrund dieser wären Ausnahmegenehmigungen und Experimentierklauseln nötig.

Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?

Ja, und zwar:

Ein Projektpartner setzt sich gezielt mit den rechtlichen Aspekten des Transports medizinischer Güter auseinander. Dies ermöglicht es, bestehende Hindernisse zu identifizieren und gezielt zu adressieren. Es ist geplant, die gewonnenen Erkenntnisse den Behörden und Ministerien vorzulegen, um die Regulierung zu verbessern.

Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?

  • Eine oder mehrere beteiligte Behörden treiben die Erprobung voran, z. B. indem sie bei der Vernetzung von und Kooperation mit Stakeholdern unterstützen.

Namen der Behörden: Luftfahrtbundesamt

Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?

Land

Europäische Union

Name des Förderprogramms: Interreg Maas-Rhein

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