Rückblicke – Das Reallabor ist bereits abgeschlossen.

Campus FreeCity - Reallabor zur Erforschung einer vernetzten Flotte modularer Roboterfahrzeuge

Themenfeld Mobilität

Erprobungsort 60528 Frankfurt am Main

Start 01.11.2023
Ende 31.10.2024

Worum geht es in dem Reallabor? Welche Innovation (Technologie, Produkt, Dienstleistung, Ansatz) wird unter realen Bedingungen erprobt?

Der urbane Verkehr der Gegenwart ist geprägt durch hohe Verkehrsdichte und Staus in Stoßzeiten, erhebliche lokale Emissionen und Geräuschentwicklung sowie einen hohen Flächenverbrauch. Seine Transportpotenziale werden bei Weitem nicht ausgeschöpft: Bei Fahrzeugen privater Halter überwiegt die Stand- die Fahrzeit deutlich, die Transportkapazitäten der Busse im ÖPNV sind auf Spitzenzeiten dimensioniert und daher oft schwach ausgelastet. Lokaler Liefer- und Entsorgungsverkehr sowie Arbeiten zu Unterhalt und Pflege kommunaler Infrastrukturen erfolgen nicht konsequent in verkehrsschwachen Tageszeiten. Dies sind systemimmanente Probleme, die sich allein durch Elektrifizierung und Automatisierung der einzelnen Fahrzeuge nicht lösen lassen, sondern einen ganzheitlichen Ansatz erfordern.

Mit "Campus FreeCity" sollte erstmals der gesamthafte "CityBot"-Lösungsansatz im Labormaßstab beforscht und demonstriert werden. Die Projektpartner untersuchten dazu Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten zentraler Elemente dieses Ansatzes: Vernetzte, automatisierte Fahrfunktion, Vernetzung und Datenaustausch, Mensch-Maschine-Kommunikation, Akzeptanz und Vertrauen, integriertes Auftragsmanagement sowie Ermittlung und Realisierung wirtschaftlicher und technischer Optimierungspotentiale im Betrieb. Die Ergebnisse sind im Rahmen eines Gesamtschlussberichts veröffentlicht worden.

Wird bzw. wurde für das Reallabor ein rechtlicher Spielraum (z. B. in Form von Ausnahmegenehmigungen, Experimentierklauseln) genutzt bzw. ist dieser Spielraum erforderlich?

Ja, und zwar:

Im Testfeld EintrachtTech wurde ein gebrauchsfähiges kleines Flottenlabor (CityBot-Ökosystem) inkl. Genehmigung und Versicherung eingerichtet. Herausforderungen des Datenschutzes wurden z.B. durch Informations- und Einwilligungsverfahren mit Probanden und klare Speicherbegrenzungen gelöst.

Können aus dem Reallabor wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die künftige Regulierung der erprobten Innovation abgeleitet werden?

Ja, und zwar:

Es konnten Erkenntnisse zu regulatorischen Rahmenbedingungen gewonnen werden, etwa im Bereich der Fernlenkverordnung, bei der Zulassung modularer Fahrzeugkonzepte sowie Abnahme-, Prüf-, und Genehmigungsvorschriften für die Einzel- und Typgenehmigung, für Human-Machine-Interfaces und für die funktionelle Sicherheit der erprobten Anwendungen.

Inwieweit sind bzw. waren Behörden am Reallabor beteiligt?

  • Eine oder mehrere beteiligte Behörden treiben die Erprobung voran, z. B. indem sie bei der Vernetzung von und Kooperation mit Stakeholdern unterstützen.
  • Erkenntnisse aus dem Reallabor werden regelmäßig an eine oder mehrere beteiligte Behörden übermittelt.

Namen der Behörden: Bundesamt für Verwaltungsdientleitungen (BAV), BMDV

Wird bzw. wurde das Reallabor durch öffentliche Fördermittel (teil-)finanziert?

Bund

Name des Förderprogramms: Förderprogramm für Künstliche Intelligenz und digitale Innovationen in der Mobilität

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